Resilienz als Pflaster. Antifragilität für Erweiterung.

Ein lauter Knall. Ich fahre rechts ran. Aus dem rechten Hinterreifen pfeift und zischt es. Ein paar Meter hinter meinem Auto liegt das Etikett einer Weinflasche in einem kleinen Scherbenhaufen. Eine ärgerliche Kleinigkeit. Der Mitarbeiter aus der Werkstatt zieht einen neuen Reifen ähnlicher Klasse und Güte auf die Felge, ich bezahle 100,00€ und fertig ist das Thema. Im Auto sage ich zu mir selbst: „Wahnsinn. Mein Auto ist resilient.“

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Aphorismen 014 – 020: Soziale Plattformen

014. Bei Anbietern wie Meta, Google & Co. bist du nicht das Produkt, du bist der Rohstoff.

015. Bezahlung sorgt nicht für Überwachungsfreiheit. (mehr …)

Aphorismen 006 – 013: Lernen und Erkenntnis

006. Lernen ermöglicht Abkürzungen für zukünftige Anwendung. Abkürzungen zu weniger Fehlern und besseren Ergebnissen.

007. Je näher Lernen und Umsetzung beieinander liegen, umso wirkungsvoller ist der Transfer und damit das Lernen. (mehr …)

Effekte zweiter und n-ter Ordnung

Wir sind sehr gut darin kurzfristige und kausale Folgen zu sehen. Ich trete auf die Bremse, mein Auto bleibt stehen. Wenn mehr Menschen E-Autos fahren wollen, muss das Ladenetz ausgebaut werden. Wenn mehr Menschen ihren eigenen Strom produzieren, braucht es mehr Handwerker, die die Anlagen einrichten.

Effekte zweiter Ordnung (2nd Order effects) beschreiben weitere Folgen, die entstehen, wenn das Urprungsphänomen zu einem Massenphänomen wird. Neben der Natur lassen sich diese Effekte in sozialen Systemen wie der Wirtschaft und Technologie oft beobachten. (mehr …)

Aphorismen 001-005: Redundanz und Puffer

001. Redundanz bedeutet nicht, in guten Zeiten einen Plan B für schlechte Zeiten zu haben, sondern in jeder Zeit auf keinen Plan angewiesen zu sein.

002. Schlaue Redundanz sieht kurzfristig nach Verschwendung aus. Langfristig ist es die günstigste und effektivste Versicherung für alles. (mehr …)

Schreiben gegen gedankliche Rückkopplungsschleifen

Erstveröffentlichung: 04.07.2016, medium.

Manche Gedanken enden nicht. Man versucht sie zu beenden. Irgendwie findet sich kein Schluss und plötzlich erscheint ein anderer Gedanke.

Das können berufliche Gedanken zu noch nicht gelösten Problemen sein. Aber ebenso oft kreisen die Gedanken um private Angelegenheiten.

Oft sind es Gedanken zu Problemen, die gar nicht schwerwiegend sind. Erst durch die Wiederholung des Denkens – die Rückkopplungsschleifen – fühlt es sich wichtig an. Und nach einem Problem. Mindestens aber sind diese Gedanken nicht produktiv. (mehr …)

Naiver Skeuomorphismus

Skeuomorphismus (altgr. σκεῦος „Behälter, Werkzeug“ und μορφή „Gestalt“) ist eine Stilrichtung hauptsächlich im Design, bei der Objekte in ihrer Gestaltung ein anderes Material oder eine Form eines älteren, vertrauten Gegenstandes nachahmen, ohne dass diese durch ihre Funktion begründet ist. (Wikipedia)

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„Three Steps to the Future“ Notizen zu Ben Evans‘ Präsentation 2021

Ben Evans hat seine alljährliche – wie immer lesenswerte – Präsentation publiziert: „Three Steps to the Future“. Ich habe die aus meiner Sicht interessantesten Punkte zusammengefasst und teilweise kommentiert.

Future

— Aus Cryptocurrency wird Web 3 und aus AR/VR wird Metaverse. Er beschreibt es als rebranding. Es handelt sich damit meiner Meinung nach jedoch um Klammern, die mehrere Elemente umfassen. So beschreibt Web 3 mehr als die Summe von Kryptowährungen, um monetäre Werte zu verschieben und Metaverse als Konzept kann auch Social Gaming umfassen. (mehr …)

2021 bis…

Die Aufmerksamkeitsspannen von Menschen sind kurz. Sehr kurz. In Mikrosekunden entscheiden wir, ob wir den Text zu einer Überschrift lesen. Selbst netflix hat das Storyformat übernommen, das Instagram von Snapchat übernommen hat und Evan Spiegel von Snap hat sich vermutlich von Vine inspirieren lassen. Soweit wie immer in der Welt von Remixen und „Steals like Artists“ (Austin Kleon). Und da komme ich auf die Idee 2021 einen Blog zu starten? (mehr …)

Wenn künstliche Intelligenz Emotionen auslösen kann, ist sie kreativ

Viele schlaue Menschen sagen, dass künstliche Intelligenzen unkreativ sind. Egal, ob einfach programmiert oder als selbst lernendes System. Alle Ergebnisse — auch wenn es Gedichte, Bilder oder Musik sind — wirken zu maschinell. Echte Kreativität können nur Menschen.

Ich möchte mal eine kapitalistische Sichtweise reinbringen. Was ist, wenn man Kreativität nicht danach bewertet, wer oder was die Quelle ist, sondern danach, was sie im Empfänger bewirkt? Also die konkrete Kunden- oder Nutzersicht. Sollte man eine kreative menschliche Problemlösung einer besseren (aber subjektiv weniger kreativen) maschinellen Lösung vorziehen? (mehr …)