Wenn künstliche Intelligenz Emotionen auslösen kann, ist sie kreativ

Viele schlaue Menschen sagen, dass künstliche Intelligenzen unkreativ sind. Egal, ob einfach programmiert oder als selbst lernendes System. Alle Ergebnisse — auch wenn es Gedichte, Bilder oder Musik sind — wirken zu maschinell. Echte Kreativität können nur Menschen.

Ich möchte mal eine kapitalistische Sichtweise reinbringen. Was ist, wenn man Kreativität nicht danach bewertet, wer oder was die Quelle ist, sondern danach, was sie im Empfänger bewirkt? Also die konkrete Kunden- oder Nutzersicht. Sollte man eine kreative menschliche Problemlösung einer besseren (aber subjektiv weniger kreativen) maschinellen Lösung vorziehen?

Es spielt doch keine Rolle spielt, ob eine Maschine oder Software einen Turing-Test bestehen würde. Das ist interessant für Philosophen und Nerds. Für den Großteil der Menschen sind aber Verhalten, die als kreativ bezeichnet werden, genauso egal, wie eine Maschine, bei der man denkt, sie sei ein Mensch, wenn sie nicht ein echtes Problem löst. Somit wäre es reiner Selbstzweck. Eine temporäre Sensation.

Die folgende Musik hat eine Software geschrieben. Wenn man diese Musik einem Menschen schlicht als Musik vorspielt, wird er sie gut oder schlecht finden. Es wird wohl niemandem auffallen, dass kein Mensch sie geschrieben hat. Ist das nun kreativ oder nicht?