2021 bis…

Die Aufmerksamkeitsspannen von Menschen sind kurz. Sehr kurz. In Mikrosekunden entscheiden wir, ob wir den Text zu einer Überschrift lesen. Selbst netflix hat das Storyformat übernommen, das Instagram von Snapchat übernommen hat und Evan Spiegel von Snap hat sich vermutlich von Vine inspirieren lassen. Soweit wie immer in der Welt von Remixen und „Steals like Artists“ (Austin Kleon). Und da komme ich auf die Idee 2021 einen Blog zu starten?

Typischerweise wählt man ein Medium, das zur Zielgruppe passt. Eine Zielgruppe ist eine unbestimmte Größe an Repräsentanten, die für mich einen Wert hat. In der Businesswelt: Euro. Wie es nicht so dreckig-wirtschaftlich klingt: Aufmerksamkeit. Die soll sich aber bitte auch in Euros verwandeln. Pardon: monetarisieren.

Meine Zielgruppe ist eine Zielperson: Ich. Dieses Blog ist ein egoistisches Projekt. Seit 2012 habe ich sehr viel ins Internet geschrieben. Rückblickend war der Schreibprozess für mich am wertvollsten. Schreiben externalisiert wirre, parallele Gedankenstränge. Im Hirn gelangen sie selten zu einer Synthese. Die Tastatur zwingt sie in eine Chronologie und Reihung. Schreiben ist ein Werkzeug für mich. Die logische Folgerung nach viel Input durch meine Projekte, gelesene Bücher oder Gespräche mit Menschen.

Da ich öffentlich schreibe, zwingt mich das Schreiben zu einer Form, die ich in einer privaten Datei vermutlich nicht durchhalten würde. Irgendwann wären es nur noch Stichpunkte. Aber wenn die ganze Welt es lesen könnte, gebe ich mir besondere Mühe. Somit schreibe ich hier inhaltlich für mich, das Produkt – der fertige Artikel – ist hoffentlich für viele andere Menschen hilfreich, lesenswert und regt zum Nachdenken an.

Viele Artikel werde ich bei LinkedIn co-veröffentlichen. Wenn ich glaube, dass sie speziell für mein Netzwerk einen Mehrwert haben. Wenn nicht, dann poste ich es nicht und es bleibt auf diesem Fleckchen Internet.

Wenn du hin und wieder hier reinschaust, hoffe ich, dass du etwas mitnimmst. Vielleicht hast du auch eine gegenteilige Meinung? Nur weil es ein eigenes Tagebuch ist, heisst es nicht, dass ich nicht von anderen Menschen lernen will. Im Gegenteil. Bitte schreibe mir eine E-Mail an bastianwilkat@pm.me oder bei LinkedIn. Vielleicht führt das zu neuen Gedanken.

Ich freue mich auf die Reise in den nächsten Jahren und plane so lange zu schreiben, wie es mir möglich ist.

PS: Ausgesuchte Texte aus den vergangenen zehn Jahren werde ich hier korrekt datiert ebenfalls hochladen.